Von der ursprünglichen Kirche ist bis heute die kleine romanische Apsis erhalten, deren fein behauene weiße Steine an der Außenseite besonders ins Auge fallen. Darüber erhebt sich ein spätromanischer Chorturm. Im Zuge einer Erweiterung im Jahr 1380 erhielt das Gotteshaus ein frühgotisches Kirchenschiff; der Turm wurde mit einem gotischen Spitzhelm versehen.
Beeindruckende Fresken und romanische Klarheit
Trotz der baulichen Erweiterungen blieb der romanische Charakter der Kirche erhalten: ein flaches Holzgewölbe, hohe Wände und großzügige Wandflächen prägen den Innenraum – ideale Voraussetzungen für die eindrucksvollen Fresken, die zwischen 1380 und 1420 entstanden.
Zu sehen sind Szenen aus der Passion Christi, ein großformatiger Zyklus zur Legende der heiligen Ursula, die Anbetung der Könige sowie Darstellungen aus dem Leben des Kirchenpatrons.
Die kunsthistorisch bedeutenden Wandmalereien wurden im 20. Jahrhundert freigelegt und restauriert – und machen St. Valentin in Tramin zu einem echten Kleinod sakraler Kunst in Südtirol.