Anders als in einer Galerie, wo Kunst mitunter distanziert, allzu intellektuell oder sogar abweisend wirken kann, findet die Schönheit hier eine spontane Ausdrucksform. Sie überrascht, weckt die Sinne und ermöglicht es den Besucher:innen, mit ihren eigenen Emotionen in Kontakt zu treten. Jede:r kann hier seinen persönlichen Herzensort zum Verweilen finden oder einen persönlichen Lieblingsweg zwischen Licht und Schatten, dichter Vegetation und offenen Räumen entdecken.
Die Gärten sind in sieben Bereiche unterteilt, inspiriert von den sieben Chakren des Hinduismus, mit Themen, die unterschiedliche Aspekte des Lebens berühren: Vertrauen, Emotion, Mut, Herz und Liebe, Ausdruck, Intuition und Bewusstsein. Es gibt auch Elemente des Wassers und verborgene Wege, wie etwa das Heckenlabyrinth, eine permanente natürliche Installation die nicht nur unter den jüngsten Besuchern die Fantasie anregt und Freude und Staunen erweckt.
„Einige der permanente Werke sind so tief in die Landschaft integriert“, ergänzt von Pfeil, „dass sie wie Tätowierungen auf der Oberfläche der Natur wirken. Der gesamte Garten ist eine große Installation, eine Skulptur, die mit uns atmet und wächst.“
Im Rahmen des Jubiläums wird in den Gärten des Kränzelhof eine Ausstellung zum Thema Weiblichkeit gezeigt, in der jede Künstlerin und jeder Künstler seine Sicht auf das Weibliche ausdrückt, so der Gründer, ohne all zu viel zu verraten. Die Ausstellung wird im Frühjahr 2026 eröffnet und bis November zu sehen sein. Die neuen Werke werden dafür auf Wiesen und Wegen und zwischen den bestehenden Installationen platziert. Ein Kuratorenteam wählte dafür lokale und internationale Künstler:innen aus. Besonderes Augenmerk gilt dabei jungen und aufstrebenden Talenten, die oft Schwierigkeiten haben, im Kunstbetrieb Fuß zu fassen, und die in den Gärten des Kränzelhofs einen einzigartigen Ort für ihre kreative Arbeit finden und an dem sie frische Ideen und neue Impulse einbringen können.
Bereits 2025 endete mit einer bedeutenden Gedenkausstellung mit dem Titel „fort und fort träumen…“, die dem Werk des Lananer Bildhauers, Zeichners und Kupferstechers Michael Höllrigl (1936–2024) gewidmet war. Möglich wurde die Ausstellung mit Unterstützung des Kulturvereins K.art. Für die Zukunft ist zudem ein neues Gebäude geplant, das 2027 entstehen und das „Herz-Chakra“ symbolisieren soll. Das Gebäude selbst wird ein Kunstwerk im Landschaftsraum sein und Ausstellungen und Veranstaltungen beherbergen.
„Unsere Besucher:innen sollen immer etwas Neues und Unerwartetes entdecken, das ihnen Freude bereitet“, schließt Franz von Pfeil. „Letztlich ist es genau das, wonach ich in all meinem Tun strebe – vom Weinbau über die Pflege der Gärten bis zur Aufwertung des historischen Familienguts: Freude schenken und Momente des Miteinanders schaffen, die, wie ein guter Wein, noch lange nachklingen dürfen.“