Bergtour auf den Hinteren Seelenkogel (3.475 m)

Genussreiche Bergtour mit Gratkletterei zum markanten und zweithöchsten Gipfel des Passeiertals.

Ausgangspunkt: Parkplatz Pfelders

Endpunkt: Parkplatz Pfelders

Einkehrmöglichkeit: Schneid Alm, Zwickauer Hütte, Pfelders

Wegbeschreibung

Aufstieg: Von Pfelders hinauf zur Zwickauer Hütte

Vom Parkplatz in Pfelders (1.630 m) folgst du dem Weg Nr. 6A in Richtung Zwickauer Hütte. Die Route führt dich zuerst gemütlich durch das idyllische Dorfzentrum, hinab zum Gasthaus Edelweiß und schließlich über die Brücke bis zur alten Feuerwehrhalle.

Hier zweigt rechts der Weg Nr. 6A ab, wo der Aufstieg beginnt. Durch einen lichten Lärchenwald geht es bis zur nächsten Brücke und hinauf zu einem Geländerücken. Oberhalb des Baches folgst du dem markierten Steig entlang der steilen Flanke, überquerst eine weitere Brücke und meisterst die steilen Serpentinen über grüne Weideflächen. Nach einem kleinen Bachlauf querst du den Hang unterhalb der Schneid Alm bis zu den nächsten Wegkreuzungen nahe der Alm (2.159 m), wo du den Wegweisern in Richtung Zwickauer Hütte folgst.

Auf dem Weg Nr. 6A wanderst du südwestlich bergan zu einem Holzkreuz an der Oberen Schneide (2.345 m). Nach einem etwas flacheren Passagenstück schraubt sich der Pfad immer auf Weg Nr. 6A in zahlreichen steilen Serpentinen den Bergrücken empor.

Das letzte Wegstück unterhalb deines Etappenziels führt duch karges, steiniges Gelände und über einen sandigen Steig. Im Frühsommer muss man hier meistens mit einem Altschneefeld rechnen. Über den gut angelegten, stellenweise ausgesetzen und seilgesicherten Weg erreichst du schließlich die Zwickauer Hütte (2.989 m), die spektakulär auf einem markanten Felsvorsprung thront.

Aufstieg: Hochalpines Finale zum Hinteren Seelenkogel

Ab der Zwickauer Hütte wanderst du zunächst westwärts und mit sanfter Steigung über den weitläufigen Höhenrücken zum östlichen Fuß des Hinteren Seelenkogels. Hier beginnt nach wenigen Gehminuten der Einstieg in das anspruchsvolle, hochalpine Gelände.

Durch sehr steiles und brüchiges Terrain schlängelt sich der Steig in engen Kehren empor. Kurze Kletterpassagen, sowie ausgesetzte, teils mit Drahtseilen gesicherte Abschnitte verlangen volle Konzentration und Trittsicherheit. Du orientierst dich stets an den Markierungen und den aufgestellten Steinmännchen, die den Weg durch den Fels weisen.

Am Grat angekommen, öffnet sich das Gelände zu einem breiten Rücken. Diesem folgst du in westlicher Richtung, ehe du eine steile Flanke querst, eine Stelle, an der sich oft bis weit in den Frühsommer hinein ein altes Schneefeld hält. Mit zunehmender Steigung gewinnt der Weg weiter an Exponiertheit. Über ausgesetzen Steinstufen steigst du wenige Höhenmeter in eine schmale, markante Scharte ab.

Von der Scharte aus geht es direkt auf dem Grat oder in kurzem Ausweichen mal links, mal rechts an den Felsrippen entlang wieder bergauf. Immer der Gratlinie folgend meisterst du die letzten leichten Kletterzüge, bis du schließlich das Gipfelkreuz des Hinteren Seelenkogels erreichst und mit einem atemberaubenden Rundumblick über die Ötzaler Alpen belohnt wirst.

Abstieg: Vom Gipfel zurück nach Pfelders

Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute.

Achtung: Beim Abstieg vom Gipfel darfst du die Abzweigung nach rechts vom flacheren Bergrücken in den steil abfallenden Hang oberhalb der Zwickauer Hütte keinesfalls verpassen! Achte hier genau auf das Steinnmännchen. Wer die Abzweigung übersieht und weiter geradeaus dem Gratverlauf folgt, gerät rasch in äußerst schwieriges, ausgesetztes und gefärliches Gelände.

Der Weg ist nicht für Kinderwagen und Rollstühle geeignet.

Empfohlene Ausrüstung

Trage feste Wanderschuhe, wettergerechte Kleidung und nimm ausreichend Wasser und Verpflegung mit.

Anfahrtsbeschreibung

• Von Meran kommend Richtung Passeiertal auf der Jaufenstraße SS44 nach St. Leonhard, weiter Richtung Moos auf der Timmelsjochstraße und weiter auf der SP114 bis Pfelders

• Vom Timmelsjoch kommend auf der Timmelsjochstraße bis Moos und weiter auf der SP114 bis Pfelders

• Vom Jaufenpass kommend Richtung St. Leonhard auf der Jaufenstraße SS44, weiter Richtung Moos auf der Timmelsjochstraße und weiter auf der SP114 bis Pfelders

Parken

Kostenpflichtiger öffentlicher Parkplatz am Dorfeingang von Pfelders

Öffentliche Verkehrsmittel

Entscheide dich für eine umweltfreundlichere Anreise und nutze unsere öffentlichen Verkehrsmittel:

• Buslinie 240 von Meran Richtung Pfelders

Haltestelle "Pfelders"

Die Fahrpläne findest du auf www.suedtirolmobil.info oder auf der Passeiertal App!

Tipp des Autors

Diese zünftige Bergtour erfordert Schwindelfreiheit, höchste Trittsicherheit und Erfahrung in leichter Kletterei. Im Frühsommer versperren einige sehr steile Schneefelder (besonders im Gipfelbereich) den Weg und machen ihn kaum begehbar. Im steilen Gelände besteht Steinschlaggefahr, besonders wenn mehrere Leute in kurzen Abständen unterwegs sind. Am Grat muss man einige ziemlich ausgesetzte Stellen passieren. Die wenigen kurzen Kletterstellen bieten gute Stand- und Griffmöglichkeiten. Auf jeden Fall sollte man die Markierung nie aus dem Auge verlieren, da man sonst ziemlich schnell in unbegehbares Gelände gerät.

Bleibe stets auf den markierten Wegen, prüfe vor deiner Wanderung das aktuelle Wetter und achte besonders auf Schnee, Nässe oder rutschige Stellen.

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